​Nicht neutral!

Quelle unbekannt

Menschen lehnen Jesus oft ab, weil sie sich nie richtig mit dem christlichen Glauben beschäftigt haben. Sie glauben das, was sie "schon immer" geglaubt, oder was sie von ihren Eltern, Nachbarn, Freunde gehört haben. Oder sie haben "mit Religion" nichts am Hut. Oder sie sind so verletzt, dass sie an keinen "guten" Gott glauben können.  

Ich finde es trotzdem sehr gefährlich Jesus abzulehnen, ohne genau zu wissen, worum es geht. Ich habe in diesen Seiten versucht, so gut wie möglich zu erklären, wer Jesus ist, was er für uns am Kreuz getan hat und warum es für uns wichtig ist. Erst wenn wir das verstanden haben, können wir eine klare und bewusste Entscheidung treffen. Und dann darf es auch eine ablehnende sein, denn diese Freiheit haben wir ja in Gott geschenkt bekommen. 

Eine "neutrale" Position ist nicht möglich. Niemand gehört automatisch, "von Natur aus", durch Geburt oder durch Taufe zum Reich Gottes. Gleichgültigkeit und Neutralität sind genauso Entscheidungen wie ausdrückliche Ablehnung. Das Opfer Jesu war so groß, so schmerzhaft und so wertvoll, dass wir eine Entscheidung treffen müssen. Jesus fordert uns heraus. Er sagt: "Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich." Entweder gehören wir zu Jesus, oder wir gehören nicht zu ihm. Wem aber dann? Die Bibel kennt nur zwei Seiten: die Seite Gottes und die Seite Satans. 

An Jesus kommt demnach keiner vorbei. Es gibt gute Gründe, der Bibel zu glauben und ihre Aussagen ernst zu nehmen. Die Bibel stellt ihren Anspruch, das Buch der Offenbarung Gottes zu sein, überzeugend unter Beweis. Es gibt kein Buch auf dieser Welt, das so in die Tiefen unseres Herzens spricht, keine Prophezeiungen die sich so erfüllt haben wie die der Bibel. Es gibt keine rationalen Gründe, an ihren Aussagen über die sichtbare und unsichtbare Welt zu zweifeln. Was sie über Gott, Satan, Sünde, Umkehr, Himmel und Hölle sagt, meint sie real und konkret. Irgendwann wird jeder von uns diesen Tatsachen einmal ins Auge sehen müssen.

Du verstehst nicht, wie ein liebender Gott auch ein richtender Gott sein kann? Du meinst, Gott sei grausam, wenn er richtet? Aber Gott wäre nicht gerecht, wenn er nicht richten würde. Wenn jemand etwas Schlimmes tut und davon kommt, ist das doch ungerecht, oder? Für mich ist es immer ein großer Trost zu wissen, dass jeder, der andere Menschen oder auch Tiere verletzt, die Gerechtigkeit Gottes zu spüren bekommen wird. Er wird nicht mehr bekommen als er verdient, aber auch kein bisschen weniger. Gott hasst -ja, hasst!- alles was uns Menschen schadet, was uns verletzt, was uns krank macht und was uns zerstört. Diese Dinge wird er richten an den Menschen, die nicht zu Jesus gehören, also solche, die sein Opfer verschmäht haben. 

Manchen Menschen fällt es schwer, die Berichte des Alten Testaments anzunehmen, wo vom Eingreifen Gottes die Rede ist. Einerseits werfen sie Gott Grausamkeit vor und wollen mit "so einem Rächergott" nichts zu tun haben. Andererseits rufen sie aber auch nach Gerechtigkeit und verlangen, dass Gott eingreift, um Unrecht und Unmoral zu beseitigen. Man klagt Gott an, wenn er nicht strafend eingreift und alles zulässt, was Menschen anrichten. Wie konnte Gott den Holocaust zulassen? Das hätte Er doch als "liebender, allmächtiger" Gott verhindern müssen! Die Welt ist so voll von Elend und Ungerechtigkeit - eine wirklich tief gefallene Schöpfung.... Da kommt angesichts des ganzen Elends sehr schnell die Frage: "Wie kann Gott das zulassen ?"

Das Problem ist doch aber, dass nicht Gott, sondern wir selbst das Unrecht und Leid auf dieser Welt verursachen. Die Ursache des Elends, der Gewalt, der Armut ist unsere Abkehr von Gott. Jeder von uns trägt auf seine Weise zum Leid auf dieser Welt bei. Würden alle Menschen die Gebote Gottes wirklich halten, gäbe es keine Kriege und keine Gewalt. Es gäbe keine Lüge, keinen Neid, keine Habgier, keine Lieblosigkeit. Und wenn jeder seinen Nächsten genauso lieben würde wie sich selbst, gäbe es nicht einmal Armut. Denn es ist genug Reichtum da - nur die Verteilung stimmt nicht.

Jeder von uns wird eines Tages vor Gott stehen. Was wollen wir dann hören? Er hat gesagt, dass wir ernten werden was wir gesät haben. Er hat uns als Geschöpfe geschaffen, die sich frei entscheiden können. Mit der Freiheit haben wir aber auch Verantwortung. Gott liebt uns, aber er zwingt sich uns nicht auf. Wir können unser Leben selbst bestimmen, für Gegenwart und Zukunft. In Jesus bietet Gott uns alle Möglichkeiten für ein sinnvolles Leben und eine herrliche Zukunft. Aber wir müssen sein Geschenk auch ergreifen!

Manche Gegner des Christentums behaupten, Gott zwinge den Menschen mit Gerichts- und Todesdrohungen, ihn zu lieben. Doch Tod und Verdammnis sind unser normales Schicksal, seit wir uns von Gott getrennt haben. Durch Christus reicht Gott uns die Hand und bietet uns die Errettung an. Aber Er zwingt uns nicht. Gott lässt uns die Freiheit, selbst zu entscheiden wo unsere Reise hingeht. 

Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.

(2.Petrus, 3,9)

Die Errettung ist ein freies Angebot Gottes. Es gilt allen - jeder kann in Jesus Gnade vor Gott finden.

Eine kleine Geschichte dazu...

Warum sollte Gott selbst in diese Welt kommen?

Ein König hatte einen Minister, einen sehr gebildeten Mann, der Christ wurde und seinen Glauben vor dem ganzen Volk bekannte. Er erklärte, dass er an den Heiland glaube, der in diese Welt gekommen sei, um sie zu erlösen von Schuld und Tod.

Dem König war das unverständlich. „Denn“, sagte er, „wenn ich will, dass etwas geschehen soll, dann gebiete ich meinen Dienern, und das genügt. Warum sollte der König aller Könige selbst in diese Welt kommen?“

Der König wollte den Minister wegen seiner Bekehrung zum Christus Glauben entlassen. Da er ihn aber sehr liebte, versprach er ihm Gnade, wenn er eine Antwort auf diese Frage wüsste.

„Gewährt mir 24 Stunden, Majestät, und ich will Euch antworten.“

Er ließ einen geschickten Schnitzkünstler holen und trug ihm auf, eine Puppe anzufertigen und sie genau so zu kleiden wie das zweijährige Kind des Königs.

Am folgenden Tag machte der König im Boot eine Spazierfahrt. Der Schnitzkünstler war angewiesen, sich am Ufer des Flusses aufzuhalten und auf ein vereinbartes Zeichen die Puppe ins Wasser zu werfen. Der König sah die Puppe ins Wasser fallen und in der Meinung, es sei sein Kind, sprang er ins Wasser.

Der Minister fragte ihn anschließend, warum er selbst sein Kind habe retten wollen, wenn doch ein Wort an seine Diener genügt hätte. „Es war mein Vaterherz. Ich musste so handeln!“ erwiderte der König.

Und der Minister antwortete: „So hat sich auch Gott nicht damit zufrieden gegeben, den Menschen nur eine Heilsbotschaft zu senden, sondern seine unendliche Liebe ließ ihn selbst vom Himmel herabsteigen, um uns zu retten…“

Nach Sadhu Sundar Singh

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Jutta Janeschitz

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