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Geschichte meiner Mutter

"Glaube, und du wirst erleben,

dass Dinge, die bei Menschen unmöglich sind,

bei Gott möglich sind."

Corrie ten Boom

Teil 1.

Wir wohnten 10 Jahre lang in einem Haus mit meiner Mutter zusammen. Wir wohnten unten, sie oben. Anfangs waren wir nicht sicher, wie es funktionieren würde, aber wir kamen gut zurecht. Meine Mama hatte viel Humor. Im Sommer grillten wir jeden Samstagnachmittag und während mein Mann am Grill stand und ich den Salat machte, setzte meine Mama ihr Gebiss ein und lächelte, weil es bald "was zu beißen" geben würde. Wir haben viel gelacht in der Zeit.


Unser Vermieter wohnte im Haus nebenan, auch zusammen mit seinen Eltern, er mit seiner Familie unten, die Eltern oben. Wir mochten uns alle und waren sehr schnell per Du. Unsere Beziehung war locker und freundschaftlich. Wir feierten die Geburtstage zusammen oder trafen uns auf ein Pläuschchen, Als im Jahre 2000 die Sonnenfinsternis war, zum Beispiel, haben wir sogar diese gefeiert, in dem wir einen Tisch und Stühle auf die Strasse stellten, Sekt, Häppchen und Brillen… Jeder hat etwas besorgt und wir haben es uns auf der Strasse gemütlich gemacht und auf die Sonne angestoßen. Es war einfach genial. Meine Mutter traf sich jeden Abend zu einem kleinen Spaziergang mit der Mutter unseres Vermieters, und alle zwei Wochen hatten sie Kaffee und Kuchen zusammen, abwechselnd bei ihr und dann wieder bei uns. Und immer war der kleine Hund der Nachbarn dabei. Maxi. Ein kleiner schwarzer Pudel Mischling, der die Zähne fletschte, wenn man ihn ärgerte.


Dann veränderte sich meine Mutter. Sie war komisch, ich hatte das Gefühl, dass sie etwas im Schilde führte. Etwas „Ungutes“ war zugange und ich wusste nicht was. Ich konnte es nicht benennen. Bis es mal wieder soweit war, dass die beiden älteren Damen sich zum Kaffeekränzchen trafen und ich beobachtete, wie meine Mama hinter dem Nachbar herlief, während seine Frau bei uns am Kaffee Tisch saß und auf sie wartete.


Ich stellte sie zur Rede, Mami, was läuft da zwischen Dir und dem Nachbarn? Sie lächelte und sagte dann verlegen „wir machen doch nichts.“ Ich sagte dann zu ihr „Mami, es gibt kein „wir“, der Mann ist verheiratet! Du versündigst Dich, das ist Ehebruch.“ Aber sie wollte nicht hören.


Ich verstand es nicht. Wie konnte sich meine Mutter in den Vater unseres Vermieters verlieben? Die beiden waren gut über 75! Ich betete zu Gott, „Herr, das kann doch nicht Dein Wille sein. Was ist hier los?“ Und der Herr zeigte mir, dass der Teufel gerade versuchte, Zwietracht und Zank in unsere Beziehung mit den Nachbarn zu bringen. Wie immer, vergriff er sich dabei am schwächsten Glied in der Kette. Meine Mutter hatte kein leichtes Leben gehabt, sie war allein und hatte Sehnsucht nach Gemeinschaft. Ich hätte meiner Mutter von Herzen gegönnt, dass sie sich verliebt und glücklich wird. Aber doch nicht so! Als ich begriffen hatte was los war, betete ich, „Bitte, Herr, greife DU ein und bringe die Situation wieder in Deine gewollte Ordnung…“


Gott hat Humor!!!


Gleich am nächsten Morgen war der Hund des Nachbarn tot. Meine arme Mutter weinte sich die Augen aus. Als ich sie fragte, warum, sagte sie, dass der Hund das Alibi gewesen sei. Sie haben sich immer getroffen, als er den Hund Gassi geführt habe. Jetzt hatten sie kein Alibi mehr.


Den Hund hat ausgerechnet die Frau unseres Nachbarn überfahren….


Manchmal macht Gott uns einfach sprachlos.

Teil 2.

Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht alle Aspekte des Problems gelöst hätte.


So verfiel meine Mutter nach dieser Geschichte mit dem Vater unseres Vermieters in eine tiefe Depression. Ihr wurde klar, dass sie im Laufe ihres Lebens einen Partner vermisst hatte.


Es ging ihr nicht gut und wir machten uns Sorgen um sie.


Ich schlug ihr vor, einen Neurologen aufzusuchen. Ich war mir sicher, er würde ihr helfen können. "Was? Ich bin doch nicht verrückt!" sagte sie dann und das Thema war für sie erledigt. Nicht so für mich. Ich bat Gott um Hilfe. Ein paar Tage später, passierte es. Ihr wurde schwindelig und sie fiel hin. Sie hat sich nichts getan, aber ich sah Gottes Hand darin. Denn... der Hausarzt kam und stellte fest, dass sie vielleicht eine kleine Durchblutungsstörung im Gehirn hatte und sie sollte doch zum Neurologen gehen um das "untersuchen zu lassen".... Ich war so begeistert!


Sie bekam ihren Termin und die Neurologin war sehr nett und verständnisvoll mit meiner Mutter. Sie wollte ein CT des Gehirns haben und so gingen wir auch dahin. Als das CT fertig war, hieß es, dass sie vielleicht Anfänge von Alzheimer haben könnte. Für mich war das eine Diagnose, die mir richtig Angst machte.


Ich hatte Angst, dass meine Mutter sich verlieren würde, dass sie morgen nicht mehr wissen würde, wer sie ist. Aber das war nicht das Schlimmste. Das Schlimmste war für mich, dass sie noch kein Kind Gottes war. Sie hatte sich noch nicht bewusst für Jesus entschieden, und ich konnte nicht sicher sein, dass sie in den Himmel kommt wenn etwas passiert. Ich dachte nicht, dass sie mit dem Alzheimer noch die Chance dazu haben würde, also schrieb ich ein kleines Gebet für sie auf, das sie nachsagte:

Liebster Herr Jesus,

ich danke Dir dafür, dass Du für mich und für meine Sünden am Kreuz gestorben bist.

Du bist mein Retter und mein Erlöser. Ohne Dich wäre ich verloren.

So bitte ich Dich, vergib mir meine Sünden und reinige mein Herz,

damit ich mit Dir den Weg zu Gott finden kann.

Ich bitte Dich auch, Herr, beschütze mich vor allem Bösen und sei immer bei mir.

Halte mich geborgen und warm an Deinem Herzen.

Ich lege nun mein Leben, alles was ich war, alles was ich bin

und alles was ich sein werde in Deine liebenden Hände,

damit Du mich ab heute führst und in meinem Leben Dein Wille geschehe!

Amen

Meine Mutter war immer eine gläubige Frau. Ihr Herz gehörte Gott schon von jeher, und so hat Sie dieses Gebet mit großer Hingabe gebetet und ich weiß, dass es das Herz Gottes erreicht hat.


Kurz danach hatte jemand die Idee, dass es meiner Mutter gut tun könnte, mit einem Pastor aus unserer Gemeinde zu sprechen. Und das war tatsächlich so. Einer unserer Pastoren besuchte sie und sie beteten zusammen. Das war Balsam für ihre Seele. Sie fing an, mit uns mit in die Gemeinde zu gehen, lernte neue Leute kennen. Nach einigen Gesprächen mit dem Pastor, wollte sie wissen, was „Bekehrung“ ist. Der Pastor kam gleich am selben Abend und sie übergab ihr Leben Jesus. Mit 79 Jahren wurde sie in unserer damaligen Gemeinde getauft!


Meine Mutter hatte danach eine neue Familie, ging Sonntags begeistert in den Gottesdienst und Mittwochs in den Bibelkreis. Von Alzheimer keine Spur! Die Neurologin erklärte uns, dass meine Mutter Durchblutungsstörungen hatte und sie verschrieb ihr ein Medikament dafür, das ihr geholfen hat.


Der Nachbar entdeckte für sich das Internet und kam fast nicht mehr aus seiner Wohnung raus.


Die Beziehung zu unseren Vermietern und Nachbarn blieb bestehen, bis die ganze Familie das Haus verkaufte und wegzog.

Weitere Wunder im Leben meiner Mutter: 

Das Fischle.de

Jutta Janeschitz

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