Die 10 Gebote Gottes

"The Ten Commandments" von Marc Chagall

Es gibt „Die 10 Gebote der Hundeerziehung“, „Die 10 Gebote der Wirtschaft“, „Die 10 Gebote der Neuen Weltordnung“ und unzählige weitere Auflistungen von 10 Geboten. Angesichts solch einer inflationären Verwendung sogenannter „10 Gebote“ stellt sich die Frage: Woher stammt eigentlich das Konzept der 10 Gebote? Wer kann die Urheberschaft für sich beanspruchen? Die ursprünglichen 10 Gebote, also die Ur- 10-Gebote, finden sich in der Bibel. Sie sind einfach, knapp und klar.


Die Bibel berichtet, dass Gott dem Volk Israel die 10 Gebote in schriftlicher Form gab, nachdem er sie aus der ägyptischen Sklaverei geführt hatte. Außerdem konnte das Volk seine Stimme akustisch hören. Das war am Berg Sinai. Feuer, Rauch, Blitz und Donner begleiteten seine Verkündigung. So ahnten die Israeliten etwas von der Autorität, die hinter diesem Gesetz steht. Danach erhielt Mose die Gebote auf zwei Steintafeln. Die Bibel sagt: Gott selbst hatte darauf die Gebote eingraviert. Die Heiligkeit des göttlichen Gesetzes kam darin zum Ausdruck, dass Mose die Tafeln in der überaus heiligen Bundeslade aufbewahren sollte, und diese wiederum im Allerheiligsten der Stiftshütte und später des Tempels in Jerusalem ihren festen Platz haben sollte. Der kunstvoll gearbeitete Deckel der Bundeslade mit zwei Engeln aus Gold, die auf das Gesetz herabschauten, wurde „Gnaden Thron“ genannt. Über Gottes Moralgesetz – so die Botschaft – steht Gottes Gnade.

Was aber steht im Einzelnen in diesen 10 Geboten?


... und zwar im Original? Denn inzwischen gibt es ja auch verschiedene kirchliche Varianten. In der Bibel fangen die Gebote so an: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägypten Land, aus der Knechtschaft, geführt habe. Das ist die Einleitung. Der Gesetzgeber stellt sich vor: Er ist „ihr“ Gott, der sie aus der Sklaverei befreit hat. Erst nach dieser Vorstellung und dieser guten Nachricht kommt das erste „Du sollst!“ Man kann es auch mit „Du wirst“ übersetzen. Gott befreit Menschen, damit sie ihm freiwillig folgen.



1. Gebot: 

Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“


Damit sollte Israel – und im erweiterten Sinne die ganze Menschheit – vor Götzendienst bewahrt werden. Uns aufgeklärten Menschen stellt sich dabei natürlich die Frage: Ist das für uns noch relevant? Wir leben nicht im Busch. Wir beten doch keine Götzen aus Holz oder Stein an. Doch nicht so schnell: Was ist mit dem Fußballverein, dem geliebten Auto, dem teuren Haus? Sind uns diese Dinge nicht wichtiger als Gott? Gemeint ist hier alles, was für uns den Platz Gottes einnimmt. Das kann auch das liebe Geld sein oder das eigene übergroße Ego. 

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2. Gebot

„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“

Gott kann mit niemandem und mit nichts verglichen werden. Er ist einzigartig und nicht bildlich darstellbar. Jedes materielle Gottesbild, das wir uns selbst machen, ist falsch. Und das hätte Folgen. Wir neigen dazu, uns in unserem Verhalten unserer Gottesvorstellung anzupassen. Und dann geben wir diese Vorstellung an die nächste Generation weiter.


Hier erinnert Gott daran, dass er Liebe und Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Konsequenz in sich vereint. Er will als der Unbegreifliche und Unsichtbare – aber auch als unser Vater angebetet werden.

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Es geht um unsere Anbetung. Der Teufel will, dass wir ihn anbeten und bietet uns unzählige Optionen.

Aber nur Gott, unser Schöpfer, verdient, dass wir Ihn anbeten. Alles andere ist Götzendienst.

3. Gebot:  

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ 

Quelle: google, Autor unbekannt

Wer sich der Größe und Heiligkeit Gottes bewusst ist, wird nur respektvoll über ihn sprechen, also weder gedankenlos noch leichtfertig – und nur, wenn er auch tatsächlich Gott meint. „Mein Gott“, „Oh Gott“ und „Gott sei Dank“ sollten nicht leichtfertig und gedankenlos verwendet werden.


Wer nicht an Gott glaubt und wer Gott nicht bewusst für eine Sache danken will, sollte auch nicht „Gott sei Dank“ sagen, und schon gar nicht den Namen Jesus lächerlich machen oder missbrauchen, denn er ist heilig.

4. Gebot

„Gedenke des Sabbat Tages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbat Tag und heiligte ihn.“

Das ist ein Angebot für stressgeplagte Menschen: Jede Woche dürfen wir einen Tag lang abschalten, auftanken, Zeit mit Gott und der Familie verbringen.


Selbst „Knecht, Magd und Fremdling“ sind mit eingeschlossen. Dieses Gebot beginnt nicht mit „Du sollst“, sondern mit „Gedenke“. Interessanterweise war das vierte Gebot bereits am Ende der Schöpfungswoche eingesetzt worden. Schon damals hatte Gott am siebten Tag geruht und diesen Tag „gesegnet und geheiligt“. D.h., Gott hatte den Tag abgesondert vom alltäglichen Gebrauch und ihn der Gemeinschaft von Schöpfer und Geschöpf geweiht.

Während es in den ersten vier Geboten um die Beziehung des Menschen zu Gott geht, bilden die anderen sechs die Grundlage der Beziehungen der Menschen untereinander. Und diese Beziehung beginnt in der Familie.



5. Gebot: 

"Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.“ 

Das mag uns nicht zeitgemäß erscheinen, ist aber ein Grundwert unserer Gesellschaft.

Die Basiszelle eines jeden Volkes ist die Familie.


Die Eltern sind verantwortlich für die Erziehung ihrer Kinder. Wenn sie dieser Verantwortung liebevoll nachkommen, werden die Kinder ihren Eltern gern gehorchen.

Sie werden Vertrauen, Respekt, Rücksichtnahme und Gemeinsinn lernen – und mit ihren Eltern bis ins hohe Alter respektvoll umgehen.

6. Gebot: 

Du sollst nicht töten!“

Auf den ersten Blick scheinen die wenigsten von uns mit diesem Gebot Probleme zu haben. Doch in seiner berühmten Bergpredigt erklärte Jesus: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig" …“Wenn Mord die „Frucht“ ist, dann ist Hass seine „Wurzel“. D.h., das Morden beginnt bereits mit dem Hass in unserem Herzen. Und der äußert sich in bösen Worten und Gehässigkeiten. 

So gesehen ist es leichter, dieses Gebot zu übertreten als man denkt. Positiv ausgedrückt gebietet es, alles zu tun, um Leben zu erhalten – und zwar lebenswert zu erhalten.

7. Gebot:

Du sollst nicht ehebrechen!“

Nach biblischem Verständnis ist die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau samt ihrer Sexualität ein Geschenk Gottes – seit der Schöpfung.


Der „Erfinder“ der Ehe hat sich dabei etwas sehr Schönes ausgedacht. Wie viel Leid verursacht aber Untreue und Ehebruch! Davor möchte Gott uns bewahren. In der Bergpredigt verfeinert Jesus dieses Gebot mit den Worten: „Wer eine Frau mit einem begehrlichen Blick ansieht, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“

Wie beim 6. Gebot liegt auch beim Ehebruch die Wurzel im „Herzen“, in unbeherrschten Gedanken und Gefühlen. Gott möchte, dass unsere Kinder in einer stabilen Familie aufwachsen. Das Gebot fordert auch dazu auf, in die Erhaltung der Ehe zu investieren – und den Partner zu lieben, ihm kompromisslos treu zu sein."

"Das Wichtigste, das ein Vater für seine Kinder tun kann, ist, ihre Mutter zu lieben."

Henry Ward Beecher

8. Gebot: 

"Du sollst nicht stehlen!“ 

Dazu zählt nicht nur das Stehlen von materiellen Gütern, sondern auch von geistigem Eigentum – etwa wenn es um das Copyright geht. Dazu gehört aber auch Ehrlichkeit bei der Arbeitszeit, das Entrichten der Steuer, die Rückgabe geliehenen Geldes und Gutes usw.. Wer verantwortungs-bewusst und ehrlich mit dem Eigentum anderer umgeht, hat ein gutes Gewissen und viele Freunde. Außerdem beweist er seine Eignung für „höhere“ Aufgaben. Gott möchte nicht nur unser Eigentum schützen, sondern uns auch dazu aufrufen, mit anderen, die es nötig haben, unseren Besitz zu teilen.

9. Gebot: 

„Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ (Nicht lügen)

Das bezieht sich nicht nur auf Ehrlichkeit vor Gericht und im Geschäftsleben, sondern vor allem auf Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit im täglichen Umgang miteinander, in unseren Beziehungen. Natürlich, und ganz wichtig, die Unterlassung von Rufmord ist auch gemeint. Jemand sagte einmal, er könne es sich nicht leisten zu lügen, da er sich sonst zu viel merken müsste: Was hat er wem gesagt?


Es gibt natürlich noch andere Motive, die Wahrheit zu sagen. Es hat auch mit der Fähigkeit zu tun, Fehler einzugestehen und sie nicht klein zu reden, oder den Anderen so sehr zu schätzen, dass man ihm die Wahrheit zutraut. 

Unangenehme Wahrheit in Liebe zu sagen und nicht dabei zu verletzen, ist eine Kunst!

10. Gebot

„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel, noch alles, was dein Nächster hat.“ 

Hier geht es darum, die eigenen Gedanken und Gefühle zu beherrschen. Neid und Begehrlichkeit treiben schlimme Blüten, wenn man sie lässt. Und sie bringen verheerende Früchte hervor: von eigener schlechter Laune und Unglücklich Sein über Lügen, Mobbing, Diebstahl und Ehebruch bis hin zu Mord und Krieg. Darum fordert uns Gott in seinem 10. Gebot zur Zufriedenheit auf, zu einer Nächstenliebe, die dem anderen gönnt, was er hat und die sich sogar mit ihm freuen kann.


Denn es stimmt: Glücklich ist nicht, wer alles hat, sondern wer zufrieden ist mit dem, was er hat. Er sollte sich in seinem Streben nach Besitz und Erfolg nicht an der „Konkurrenz“ messen.


Insofern sind die 10 Gebote auch ein Rezept für ein zufriedenes Leben.

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Wem gelten die 10 Gebote?


König Salomo fasste im Alter seine weisen Ratschläge – gewissermaßen salomonisch – so zusammen: Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.“ Die 10 Gebote gelten universell. Würden wir uns nach ihnen richten, und zwar nach Wort und Geist, hätten wir paradiesische Zustände.


Einmal wurde Jesus gefragt, welches das wichtigste Gebot sei. Er antwortete: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt’ (5. Mose 6,5). Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst’ (3. Mose 19,18). In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ In Jesu Augen ist Liebe die Zusammenfassung aller Gebote: Die ersten vier beschreiben die Liebe zu Gott und die anderen sechs die Liebe zum Mitmenschen.


Jesus sagte nicht, dass diese beiden Gebote die ursprünglichen 10 ersetzen, sondern dass alle anderen darin „hängen“ – etwa so, wie eine Tür in den Scharnieren hängt: Die Scharniere können die Tür nicht ersetzen, aber ohne Scharniere ist die Tür nicht zu gebrauchen. Echtes Halten der 10 Gebote ohne Liebe funktioniert nicht. Wer das versucht, wird hart und lieblos. Aber Gott und den Mitmenschen wirklich zu lieben und dieses Moralgesetz nicht zu halten, funktioniert auch nicht. Das wäre nur schwammige Gefühlsduselei. Die Tat beweist die Liebe. Deshalb schrieb der Apostel Johannes: „Daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in ihm ist die Wahrheit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen … Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.“ 

Was man aus Liebe tut, das tut man gern.

Welche Aufgaben haben die 10 Gebote?

„Sie haben im Judentum wie im Christentum“, erklärt Wikipedia, „zentralen Rang für die theologische Ethik … [Sie] haben die Kirchengeschichte und die Kulturgeschichte Europas geprägt“. Und BR-online bemerkt: „Die 10 Gebote sind eine zeitlose moralische Instanz, die das Zusammenleben der Menschen seit Jahrhunderten regelt.“ Nicht einmal ein Spiel funktioniert ohne Regeln. In einer Zeit in der wir den Verlust von Werten beklagen, können die 10 Gebote uns diese vermitteln. Wir brauchen sie, und zwar in der Form, in der Gott sie uns gegeben hat. Sie sind ein Maßstab für Gut und Böse, Richtig und Falsch. So gesehen sind die 10 Gebote nicht eine lästige Einschränkung unserer Freiheit, sondern wichtige Lebenshilfe.


Viele Menschen verstehen das aber nicht so. Sowohl Gläubige wie Atheisten haben Probleme damit, die 10 Gebote und ihre Rolle im Glauben bzw. Leben richtig einzuordnen. Es gibt zwei Extreme: die einen haben die Vorstellung, sich durch gute Taten und das Halten der Gebote den Himmel verdienen zu können und die anderen sind der Meinung, dass das Halten der Gebote eine nicht annehmbare Einschränkung ihrer Freiheit wäre.


Den 10 Geboten kommt aber in Wirklichkeit eine wichtige Rolle zu: Der Apostel Paulus bezeichnet sie als „heilig, gerecht und gut“ und erklärt: Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde“. Und Sünde ist eben Übertretung des Gesetzes. Deshalb vergleicht der Apostel Jakobus das Gesetz mit einem Spiegel. Der Zweck des Spiegels ist nicht, den Betrachter, wenn er schmutzig ist, zu reinigen. Vielmehr soll er dazu anregen, sich zu waschen. Den Spiegel zu zerschlagen ist da zwecklos. Sauberer wird man so nicht. Das Gesetz für ungültig zu erklären, ändert nichts an unserem Zustand. Sich aber von dem Gesetz „den Spiegel vorhalten zu lassen“, führt zu der Erkenntnis, das Gesetz übertreten zu haben, also ein „Sünder“ zu sein.


Wem bewusst wird, dass er durch die Übertretung des Gesetzes Gottes den Tod für immer verdient hat, der sehnt sich nach diesem unverdienten Geschenk des ewigen Lebens, das Gott dem anbietet, der mit seiner Schuld zu Jesus kommt und diese Schuld im Vertrauen darauf übergibt, dass dieser sie am Kreuz bezahlt hat. So hat man Frieden und echte Hoffnung.


Ist man danach aber vom Halten des Gesetzes „befreit“? Das wird manchmal behauptet. Doch ist jemand, der begnadigt wurde, künftig vom Halten des Gesetzes befreit? Wer Erlass der Strafe erfahren hat, wird von da an gern die Gebote halten. Darum sagte Jesus zu seinen Nachfolgern: Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.“ Und einer Frau, die man wegen Ehebruchs steinigen wollte, vergab er ihre Sünde und sagte: Geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“ Niemand wird aufgrund seines „korrekten Verhaltens“ von Gott angenommen. Denn nach dem Maßstab Gottes hätte keiner von uns eine Chance. Wer sich aber von Gott angenommen weiß, im Vertrauen auf Jesus Vergebung und inneren Frieden erhalten hat, wird anders leben wollen als vorher. Um es „in christlicher Sprache“ zu sagen: Niemand wird durch das Halten des Gesetzes erlöst – aber wer erlöst ist, wird das Gesetz gern halten wollen. Die Gebote sind für ihn wie „Leitplanken“ an einer gefährlichen Straße. Und es ist Liebe, die zum Halten der Gebote motiviert.


Jesus hat auf dieser Erde Gottes Gebote vollkommen gehalten. Nur so konnte er als Unschuldiger die Strafe für die Schuldigen tragen, ihre Schuld sühnen und ihnen Befreiung aus der Sklaverei anbieten – nicht aus der Sklaverei Ägyptens, sondern der Versklavung durch die Sünde. Es geht um die Befreiung von dem Zwang, das Verkehrte tun zu müssen. Darum befähigt er Menschen, die sich ihm anvertraut haben, immer mehr seinem Vorbild zu folgen und einmal mit ihm dort leben zu können, wo es nichts Böses mehr gibt und wo die Gebote selbstverständlich und von Herzen gehalten werden. Das ist sein Plan. Wir Menschen aber haben die freie Entscheidung, ihm zu folgen oder unseren eigenen Weg zu gehen. In jedem Fall gilt: Es lohnt sich, diese 10 einfachen und klaren Gebote Gottes zur Regel für das eigene Leben zu machen.


Auszüge aus „Die 10 Gebote – Original und Fälschung: Ursprung und Bedeutung des ältesten Verhaltenskodex der Welt“ von Erhard Müller

Die 10 Gebote dienen also zur Erkenntnis der Sachlage. Wie geht's jetzt weiter?


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Jutta Janeschitz

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