Die Hand Gottes in Herberts Leben

"The Hand of God" von Yongsung Kim

Mein Mann hat selbst einiges darüber geschrieben. Ich gebe es hier sehr gerne chronologisch weiter. 

Die erste Geschichte zeigt, wie wir es manchmal mit dem Übernatürlichen zu tun haben.  


Engel und Dämon und meine beiden Operationen am offenen Herzen 

(Januar 1976)


Ich war gerade 15 Jahre alt, als man bei mir einen veritablen Herzfehler entdeckte. Ich hatte ein Loch in der Herzscheidewand, das wohl so groß war, dass man es operieren müsse. Ich fragte damals wie lange ich denn noch damit leben könnte. Der Professor sagte mir, dass er das nicht wüsste, vielleicht 2 Jahre oder auch noch 20 Jahre. Ich sagte okay und auf wiedersehen, 20 Jahre genügen mir. Na ja, ich war 15 Jahre alt und hatte gerade Liebeskummer.

Im Januar 1976 wurde ich dann operiert. Die OP verlief gut, durch mein junges Alter hatte ich alles auch ganz gut verkraftet. Ich kam nach 4 Tagen wieder zurück auf die Station. Anfangs war alles gut, aber langsam ging es mir immer schlechter.

Was war passiert? Nun, auf der Intensivstation wusste ich nicht, ob es Tag oder Nacht war. Es war wohl nachts als ein junger Assistenzarzt kam, mich kurz untersuchte und kurzerhand die Drainage herauszog, die direkt unter dem Herzen war. Hier sammelte sich nach der OP Flüssigkeit, die durch die Drainage abgeleitet werden sollte.  Ausgerechnet diese Drainage zog er heraus und das recht brutal und ohne ein Wort zu sagen. Die nicht mehr abgesaugte Flüssigkeit sammelte sich dann in der Herzspitze und drohte mich zu ersticken.

Es folgte eine Not-OP, meine 2. Herzoperation. Die überlebte ich zwar, aber aufgrund meines nicht vorhanden Lebenswillens lag ich zu lange auf der Intensivstation, da mir dauernd der Kreislauf zusammen brach. Ich wollte nichts mehr essen oder trinken.

Wieder wahrscheinlich nachts kam eine sehr liebe Krankenschwester an mein Bett und fing an mit mir zu reden. Sie fragte mich ob ich nicht gerne nach Hause wollte oder ob ich nicht gerne zu meiner Freundin wollte oder oder oder. Sie blieb so lange an meinem Bett sitzen, bis sie heraus fand, was ich gerne wollte und das war der Führerschein. Das weckte meine Lebensgeister. Ich fing wieder an zu trinken und etwas zu essen, so dass ich auf Station entlassen werden konnte.

Als ich später versuchte, die Krankenschwester ausfindig zu machen um mich bei ihr zu bedanken, sagte man mir so eine Krankenschwester gäbe es nicht auf der Intensivstation. Ich war zwar überrascht aber hakte die Angelegenheit einfach ab. Das war wohl dem Alter geschuldet. Das sind die Fakten.

Erst 30 Jahre später wurde mir klar, dass ich damals einem Dämon und einem Engel begegnet war. Ich erzählte die Geschichte auf einem Alphakurs in unserer damaligen Gemeinde. Alle hörten gespannt zu und der Pfarrer sagte dann, du hast einen Engel und eine Dämon gesehen, und das als du noch nicht einmal gläubig warst. Das nenne ich Bewahrung!

Gott greift in unser Leben ein, besonders wenn wir Ihn darum bitten. 


Erste Wunderheilungen (Okt.-Nov. 2009)


Gott schenkt uns Geschwister auf der ganzen Welt. Und es ist sehr schön, wenn wir sie unerwartet treffen. 


Reise nach Kolumbien 

(Mai 2010)


Nach meiner ersten Wunderheilung war es mir wieder möglich zu reisen. Also beschlossen wir meinen Schwiegervater Hans-Werner in Kolumbien zu besuchen.


Das war eine interessante Reise, da wir Bogotá nicht direkt anfliegen konnten, mussten wir erst eine Nacht in Miami USA verbringen. (Übrigens wählten wir damals ein Hotel in Flughafennähe aus, das Double Tree Hotel. Ich erwähne das nur, weil wir in den allerbesten Betten ever geschlafen haben!).

Am nächsten Morgen, sehr früh, ging es dann weiter nach Bogotá in Kolumbien. Wir kamen am internationalen Flughafen an und begaben uns dann weiter zum nationalen Flughafen, um nach Cúcuta weiter zu fliegen. 


Die Zollkontrolle in Bogotá war für meinen Geschmack ziemlich streng, so etwas hatte ich noch nicht erlebt. Da ich mit sehr vielen Medikamenten reisen musste, sah ich mich schon ins Gefängnis wegen Drogenschmuggel einfahren. Meine Frau Jutta, die in Bogotá geboren wurde und Spanisch spricht, wurde von mir getrennt und ich musste ohne jegliche Spanischkenntnisse in eine andere Warteschlange. Mir schwante Böses. Zumal ich dann sah, wie Jutta bei ihrer Kontrolle am diskutieren war und mit den Händen gestikulierte. Nicht gut dachte ich.

Als ich dran kam, nahm ein junger Beamter, der offensichtlich kein Englisch sprach, meinen Rucksack und filzte ihn sehr genau. Er nahm alles raus, machte alles auf, seine Hände waren überall. Dann stieß er auf das Buch „Ein Jahr mit JESUS“ das ich in meinem Rucksack dabei hatte. Plötzlich fingen seine Augen an zu strahlen, er sagte irgend etwas auf Spanisch, gab mir den Rucksack ohne weiter zu filzen und ließ mich weiter gehen.


Es war wie ein Zeichen für mich: wenn du JESUS bei dir hast, läuft alles wie geschmiert, denn wer soll gegen dich sein? Preis den Herrn, Halleluja!  

Zweite Wunderheilung (Sept. 2010)

Gott macht Seinen Kindern gerne Geschenke.

Gottes Gruß zu meiner Taufe 

(30. Aug. 2010)


War das ein ganz besonderer Tag! Wir nutzten damals die Reise nach Israel um mich im Jordan taufen zu lassen – das war in Yardenit, da wo angeblich auch JESUS getauft wurde. Welch eine große Ehre für mich!


Zu der damaligen Zeit war ich begeisterter Hobbypilot mit kleinen ferngesteuerten Hubschraubern. Ich kannte alle Modelle die es gab! Da stand ich also in einer kleinen Bucht in Yardenit direkt am Jordan River und wartete bis ich an die Reihe kam, untergetaucht zu werden. In diesem Moment kam ein Armee Hubschrauber vom Typ Blackhawk direkt über uns in ca. 20 m Höhe. Er stand einfach in der Luft für einen Moment und drehte dann ab.

Ich platzte vor Freude. Ich hatte noch nie einen Blackhawk aus dieser Nähe im Einsatz gesehen!! 

Dann kam ich an die Reihe und wurde getauft und im Jordan River untergetaucht.


Die Taufe toppte sogar noch das Erlebnis mit dem Hubschrauber, aber ehrlich, mehr ging an diesem Tag nicht!

Später sagten meine Frau und einige Leute die dabei waren und mich kannten, dass dieser Hubschrauber nur für mich von GOTT geschickt wurde, um MIR eine Freude zu machen. Das traue ich Seinem liebenden Herzen zu.


Danke Vater, ich werde meine Taufe ganz sicher niemals vergessen!

Gott ist immer aktiv in unserem Leben, auch in kleinen, intimen Momenten, wie diese drei Geschichten zeigen.

Ein Gott, der mich sieht. 

(2. Okt. 2018)


Ich verbringe gewöhnlich als erstes jeden Morgen eine Zeit mit GOTT.

Hierzu setze ich mich auf unseren Balkon, egal bei welchem Wetter, trinke eine Tasse Kaffee mit meinem HERRN und bete zu ihm. Jeden Morgen, wenn mir das gesundheitlich möglich ist.


Als ich heute morgen zu IHM betete, verspürte ich den Drang, IHM ein Lobpreislied zu singen. 

Mir fiel aber absolut keines ein, was mich sehr verärgerte.

Der Grund für mein schlechtes Gedächtnis sind die vielen Medikamente mit entsprechenden Nebenwirkungen, die ich täglich zu mir nehme. Man nennt diese Nebenwirkung sehr elegant „Wortfindungsprobleme“. Hört sich harmlos an, ist aber sehr ärgerlich wenn es darauf ankommt.

Also war ich sehr unzufrieden und besprach das mit dem HERRN. Ich bat IHN mir doch bitte zu helfen, da ich IHM wirklich sehr gerne ein Lied singen wollte.

Kaum ausgesprochen fiel mir eine Liedzeile ein: Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Ich begann es zu singen und nach und nach kamen noch weitere Zeilen des Liedes in mein Gedächtnis zurück!

Was für eine Freude! Kaum bete ich zu GOTT und sofort wird mein Gebet erhört!

Dieses Lied, oder zumindest die Anfangsakkorde, wurden dann zu meinem Handy Klingelton.

Halleluja – Preis den HERRN!

Ein Gott, der mein Gebet erhört. 

(25. Okt. 2018)


Es war vormittags so gegen 10.30 Uhr als ich auf meinem Relaxsessel lag. Mir war tod schlecht und das meine ich auch so. Mir ging es schon seit einigen Tagen nicht wirklich gut und zu allem Übel war mir ein Herzmittel ausgegangen, weil ich versäumt hatte, mir ein neues zu besorgen. Meine Frau Jutta war bereits unterwegs, es zu holen. Mein Blutdruck war inzwischen ganz ordentlich angestiegen und mir war wirklich sehr schlecht. 


Angesichts der Diabetes und den Herzproblemen und noch dazu dem Krebs, womit sich mein Körper herumgeschlagen muss, war das eine wirklich ungute Mischung. Ich dachte es wäre jetzt soweit, meine Tage sind gezählt, denn ich bin kein Freund davon den Notruf zu wählen. Also betete ich:

HERR wenn es jetzt soweit ist, dann ist es so und DEIN WILLE soll geschehen. Aber eigentlich bin ich noch nicht bereit, denn ich will meine Jutta in dieser Zeit nicht alleine hier zurück lassen. Wenn es also noch nicht so weit ist, bitte hilf mir und nimm mir diese schlimme Übelkeit weg und beruhige mein Herz (es schlug inzwischen wie wild).

Nach einigen schweren Atemzügen fing alles an sich zu beruhigen und die Übelkeit verschwand. Auch der Herzschlag normalisierte sich nach einer Weile wieder. Mir ging es deutlich besser!


Als meine Frau zurück kam, war sie freudig überrascht, dass es mir wieder so viel besser ging.

Der HERR hilft sofort wenn man IHN in größter Not anruft! Danke, Jesus!

Halleluja – Preis den HERRN!

Ein Gott, der mein Herz berührt. 

(30. Okt. 2018)


Als ich heute morgen zu meinem üblichen Kaffeetrinken mit dem HERRN auf meinen Balkon gehen wollte, war es mir zu kalt. Ein scharfer, kalter Wind pfiff über den Balkon, es war sehr unangenehm. Da ich mich nicht besonders wohl fühlte, ging ich in die Küche und setzte mich an den Tisch.


Ich begann damit, Lobpreis über das Handy zu hören. Als erstes Lied kam „Komm zu Jesus“.

Zu diesem Lied gibt es eine kleine Geschichte. Es war im Sommer 2014. Ich wachte eines morgens gegen 5:30 Uhr auf, weil ich ständig eine Stimme hörte die sagte: Komm zu Jesus. Ich stand auf, obwohl das nicht wirklich meine Zeit zum Aufstehen war, ging auf den Balkon und verbrachte eine wunderschöne Zeit mit Jesus während ich Lobpreislieder hörte und betete.


An diesem Morgen fiel mir diese Geschichte wieder ein und ich wurde vom Heiligen Geist Gottes berührt. Tränen liefen mir über das Gesicht. (Ich bin eigentlich nicht der Typ Mann der weint, sondern eigentlich der Typ Mann der die Tränen mit aller Kraft zurückhält.) 

Beim nächsten Lied, es war „Lead me to the Cross“, eines meiner Lieblingslieder, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten, ich heulte wie ein Baby und spürte den Heiligen Geist. Ich war so erfüllt von Gottes Liebe, ich sang mit und heulte gleichzeitig, das war mir bisher noch nicht so passiert. Wie schön es doch ist, wenn der Geist Gottes unser Innerstes berührt. 

Gott befreit uns nicht immer von unseren Lasten. Aber dann hilft Er uns, sie zu tragen. 

Bericht einer weiteren Heilung 

(26. Juni 2019)


Lange nichts mehr geschrieben. Das Jahr 2019 ist bisher nicht besonders gut für mich gelaufen. Ich bin dem Tod zwei mal in letzter Sekunde von der Schippe gesprungen, wie man so sagt.


Einmal hatte ich einen Harnverhalt, der eines Freitags Nachts im Krankenhaus in der Notaufnahme mit einer Blasenspülung behoben wurde.

Beim anderen Mal wollte ein Fentanyl Pflaster mir das Licht ausblasen. In letzter Sekunde habe ich es abgerissen (dank notärztlicher Anweisung – meine Frau hatte den Notruf gewählt) und bin so wieder ins Leben zurückgekommen. Auf diese Geschichte möchte ich aber nicht näher eingehen.


Die dritte Geschichte handelt vom Krebs selbst. Nachdem Gott mich im Juli 2017 geheilt hatte (siehe dritten Wunderheilung), und ich zwei relativ gute Jahre gehabt hatte, zeigte die letzte CT, der Krebs ist wieder zurück gekommen! Metastasen überall.... Der Doc sagte "mit Verlaub, Sie sehen beschissen aus." Ich bedankte mich für die netten Worte (wir flachsen gerne) und dann sagte er mir, mein PSA Wert wäre bei 7. Das waren schlechte Nachrichten. Er wollte, dass ich ein bestimmtes Medikament (Xtandi) nehmen solle. Das Zeug kostet 3.500,- € im Monat. Puh, das hätte ich gerne als Rente und ich wäre glücklich.


Ich sagte ihm, dass ich vorher gerne noch etwas für mich sehr viel wichtigeres probieren wollte und erzählte ihm von Jesus, meinem Arzt. Ich sagte, ich würde gerne wieder nach Speyer in den Healingroom gehen und für mich beten lassen. Er war einverstanden und wir vereinbarten ein weiteres Treffen zwei Wochen später. 


Wir fuhren mit Juttas bester Freundin Maggie nach Speyer. Wir kamen dort an und wurden sehr freundlich in empfangen. Man bot uns an, ein Abendmahl einzunehmen, was wir nur allzu gerne taten. Das Beter Team war inzwischen schon beim Gebet und „hörte“ über mich. Als wir dann in den Raum kamen, sagte die Sprecherin mir einige Dinge die wir erst einmal klären sollten. Ich war überrascht, ich wusste, dass es hörendes Gebet gibt, hatte es selbst schon erfahren, aber in dem Moment war ich sehr überrascht was die drei alles aufgeschrieben hatten.  Während des Gebetes gingen wir alle Punkte durch und ich durfte eine gute Portion seelischen Ballast vor dem Herrn loswerden. Das Heilungsgebet war sehr stark und wir wurden nach ca. einer Stunde wieder entlassen. Ich war ganz sicher geheilt zu werden.


Der nächste Termin beim Doc fand dann wie vereinbart zwei Wochen später statt. Zuerst wird immer über den PSA Wert gesprochen. Als ich ins Behandlungszimmer kam sagte er nur "15". Das bedeutete, der PSA Wert hatte sich in zwei Wochen verdoppelt. Ich war so gut wie tot. Er sagte mir dann auch direkt "dieser Krebs wird immer wiederkommen und dich irgendwann umbringen." Er gab mir dann das Rezept für die extrem teuren Tabletten, die ich auch brav und vorschriftsgemäß einnahm. Wir sollten uns vier Wochen später wieder treffen und schauen ob die Tabletten anschlagen, er war sich da nicht mehr so sicher.


Ich kam also aus der Praxis und war am Boden zerstört. Ich fühlte mich eigentlich ganz gut, aber ich war dem Tod näher als mir lieb war. Zu dieser Zeit hatte ich eine schwere Magenverstimmung und sah nicht wirklich gut aus, aber das ist noch eine ganz andere Geschichte. 

In den nächsten Tagen ging es mir auch merklich schlechter, jeden Tag. Ich fing an, mich öfters zu übergeben, das steigerte sich dann noch so, dass ich nicht einmal mehr Wasser trinken wollte. Ich nahm insgesamt sieben Kilo ab innerhalb von zwei Wochen und kam sogar unter hundert Kilo – das wog ich vor fünfzehn Jahren das letzte Mal. Aber auf diese Weise abnehmen ist nicht wirklich schön.


Als es mir immer schlechter ging, wollte ich mich von meinen Geschwistern verabschieden. Sie sollten so bald wie möglich vorbei kommen wenn sie mich noch einmal sehen wollten. Sie kamen und wir hatten einige schöne Stunden gemeinsam, aber der Abschied war natürlich sehr schwer. 


Ich kam also vier Wochen nach der letzten Besprechung wieder in die Praxis. Der Doc kam in den Behandlungsraum setzte sich hin und sagte nur: "1,5"!!  Ich dachte mich trifft der Schlag. Der Wert hatte sich in vier Wochen auf ein Zehntel reduziert! Ein PSA Wert von 1,5 bedeutet Leben und nicht sterben! Ich fragte den Doc ob das denn möglich sein kann, aber er sagte nur "so was habe ich noch nie erlebt. Ich möchte auch noch nicht darüber reden, warten wir die nächste Bildgebung ab, so in zwei Monaten, das muss ich erst sehen."


Ich dachte für mich "natürlich warten wir ab, aber was wir da sehen werden ist mir jetzt schon klar: keine Metastasen nirgends wo mehr! Ich weiß, dass die Tabletten das niemals erreichen konnten, ich weiß, dass es das Gebet war". 

Danke Jesus, danke Herr, du bist Jahwe Rafa mein Arzt!

Halleluja – ich bin zurück! Danke Herr! 

Am 10. September 2019 dann hatte ich den Termin beim Doc um das neuste CT zu besprechen. Mir ging es inzwischen sehr gut, das einmal voraus geschickt. Der Doc schaute sich den Bericht der Radiologie an und sagte: "Sehr gut, alles hat sich zurück gebildet" – der PSA Wert war bei 0,14. Die Metastasen waren zwar noch da, aber sehr klein und verkapselt und dadurch völlig harmlos. Wir beide wussten, dass es nicht durch das Medikament erreicht wurde, aber er war nicht bereit von einem Wunder zu sprechen. Noch waren die Metastasen ja da. Für mich ist es aber ein weiteres Wunder, da bin ich sicher!

Jesus heilt auch heute noch, ich weiß das ganz genau! Preis den Herrn, Halleluja!

Ich bin jetzt wieder auf "Status Wait-and-See".

Bis hierher gehen Herberts Aufzeichnungen.

Nachtrag 

(November 2021)


Mein Mann Herbert erlag seinem Leiden am 24. Oktober 2020 um genau 10:25 Uhr, und es gibt unendlich viele Dinge wofür ich dankbar sein kann. Das Wichtigste ist, dass ich dabei sein durfte, als er seinen letzten Atemzug machte. Er hätte in der Nacht sterben können, während ich neben ihm geschlafen habe. Aber Gott wusste, dass mir das das Herz brechen würde. Er ließ mich sogar wissen, als ich in der Küche war und Kaffee machte, "Jutta, komm, es ist soweit". Ich durfte Herberts Hand halten und ihn streicheln, ich durfte zusehen, wie er aus Vertrauen zu meinen Worten "Du darfst loslassen, es wird alles gut", das irdische Leben losließ und zu Jesus ging. Es war ein heiliger Moment, frei von Angst oder Schmerz. Ich bin sicher, dass Jesus selbst ihn in Empfang nahm.  

Herbert hatte kein leichtes Leben. Er war oft lange krank und schwach. Aber er war nicht allein. Seit dem Tag an, an dem er Jesus in sein Leben einlud, hatte er eine Kraft. Eine Kraft die er vorher nicht gehabt hatte. Und diese Kraft hat ihn getragen durch alle Situationen. 


Was mich angeht... ich war nie allein. Gott war bei mir die ganze Zeit. Ich habe drei Herzensfreundinnen und sie waren alle bei mir. Sogar eine, die nicht gerade um die Ecke wohnt, hatte zufällig einen Zahnarzt Termin in der Nähe und hat uns mit ihrem Hund besucht. Sie konnten alle Herbert noch sehen und sich mit ihm über den Himmel freuen!  


Wenn ich zurückblicke, kann ich sagen, dass er in vier Jahren Krebsleiden ungefähr zwei gute Jahre hatte, mit wenig Schmerzen und großer Hoffnung. 

Dankbar bin ich seinem Urologen, Dr. Firek, seinem Schmerz Therapeuten, Dr. Belschner, und dem gesamten Praxis-Team, die sich so lieb um ihn gekümmert haben, und die so lange für ihn gekämpft haben, bis er sagte "jetzt ist gut, ich gehe nach Hause." 

Dankbar bin ich auch allen die für Herbert gebetet und ihn mitgetragen haben. 

Aber vor allem bin ich meinem Gott dankbar, weil ich ganz sicher wissen darf, dass Herbert bei Ihm geborgen und geliebt ist und dass ich ihn wiedersehen werde. (Siehe Der Himmel).

Das Fischle.de

Jutta Janeschitz

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